Geschichtenhag - kleine Fabeln und Geschichten zum Deutschlernen

Dieses Puppilein hat meine Tochter mit viel Liebe gemacht. Sie sucht dringend eine kleine Puppenmutter, die ihr genauso viel Liebe geben kann. Mehr Info.


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Synopsis: Lerne Deutsch mit kleinen Geschichten und Fabeln. Niveau: A2 des GER

Keywords: Deutsch, lernen, Geschichten, Fabeln
Erstpublikation:
Sprache: de (Deutsch)

Der Löwe und der Frosch

Ein Frosch kommt mit seinen Kindern aus einem Teich. Ein Löwe trinkt am Teich. Der Frosch sieht den Löwen und denkt sich: „Welch ein schönes Tier! Wie groß und schön es ist! Ich bin nur ein kleiner Frosch, ich will auch so groß und schön sein wie dieser Löwe. Wie kann ich das machen?“ Jetzt bläst er sich auf, so stark, wie er kann. „Bin ich nun so groß und schön wie der Löwe?“, fragt er seine Kinder. „Nein lieber Vater, noch nicht“, antworten die Kinder. Der Frosch bläst sich noch stärker auf und fragt wieder:„Bin ich nun zu groß und schön wie der Löwe?“ „Nein noch nicht“, antworten die Kinder wieder. Da bläst sich der dumme Frosch noch stärker auf, platzt und ist tot.

Moral der Geschicht:

Versuche nicht, anders zu sein, als du bist, sondern akzeptiere dein Wesen.

Der Löwe, der Esel und der Fuchs

Ein Löwe, ein Esel und ein Fuchs gehen zusammen durch den Wald und töten viele Tiere. Am Abend sagt der Löwe zu dem Esel: „Ich bin hungrig. Teile! Gib jedem von uns seinen Teil.“ Der Esel teilt die Tiere in drei gleiche Teile und sagt dann:„Nimm deinen Teil, König der Tiere.“ Der Löwe sieht die drei gleichen Teile, springt auf den Esel und beißt ihn tot. Dann sagt er zu dem Fuchs:„Nun Füchslein, teile und gib jedem von uns seinen Teil.“ Der Fuchs teilt, und er teilt die Tiere nicht in zwei gleiche Teile, sondern er nimmt nur einen kleinen Hasen für sich selbst und gibt dem Löwen alle die anderen Teile. Der Löwe lacht und sagt:„Du weißt, wie man teilt. Wer ist dein Lehrer Füchslein?“ „Dieser alte, dumme, tote Esel ist mein Lehrer“, antwortete der Fuchs.

Moral der Geschicht:

Kenne deinen Platz.

Der Löwe und die Maus

Ein Löwe liegt im Walde und schläft. Eine kleine Maus spielt auch im Wald und sie merkt nicht, dass sie dem Löwen immer näher kommt, sie sieht auch gar nicht, dass da ein großer Löwe schläft. Plötzlich stößt sie gegen die Nase des Löwen und der Löwe wird wach. Der Löwe fängt das Mäuslein und hält es am Schwanz fest, so dass es hilflos in der Luft hängt und dort strampelt. Die kleine Maus hat Angst und fleht deshalb den Löwen an: „Lieber Löwe, du bist doch der König der Tiere, was willst du mit so einem kleinen Tier wie mir? Wenn du mich frisst, wirst du sowieso nicht satt. Lass mich also laufen und ich werde dir irgendwann helfen.“ Der Löwe sagt:„Mir helfen? Wie willst du mir helfen? Du bist doch viel zu klein. Wie solltest du mir jemals einen Gefallen tun können?“ Da er aber aus Prinzip keine kleinen Tiere tötet und schon gar nicht aus Lust am Töten, lässt er die Maus laufen. Einige Tage später geht der Löwe im Wald spazieren und läuft in das Netz eines Jägers. Was er auch tut, er kann nicht aus dem Netz entkommen und er kommt nicht frei. Er versucht, das Netz zu zerbeißen, aber er schafft das nicht. Er versucht, das Netz zu zerreißen, aber er schafft das nicht. Er kann nicht entfliehen. So brüllt er laut:„Ihr Tiere des Waldes, hört mich an, kommt und helft dem König der Tiere.“ Aber die Tiere kommen nicht, denn sie haben Angst vor dem Löwen. Die Maus hört auch den Löwen und kommt schnell herbei, denn der Löwe war freundlich und sie will es ihm danken. Mit ihren scharfen Zähnen zerbeißt sie das Netz und so ist der Löwe wieder frei.

Moral der Geschicht:

Unterschätze nie jemanden, auch wenn er noch so klein ist.

Die Biene und die Nachtigall

Eine Biene fällt ins Wasser. Eine Nachtigall sitzt auf einem Baum und sieht die Biene im Wasser. Sie sieht, dass die Biene ans Land schwimmen will. Sie nimmt deshalb ein Blatt vom Baume und lässt das Blatt ins Wasser fallen. Die Biene setzt sich auf das Blatt und kommt in wenigen Minuten glücklich ans Land. Einige Tage später sitzt die Nachtigall wieder auf demselben Baume. Ein Knabe kommt, nimmt einen Stein in die Hand und will die Nachtigall mit dem Stein erschlagen. Zufälligerweise ist die Biene auch wieder in der Nähe und sie erinnert sich daran, wie gut die Nachtigal zu ihr war. Schnell setzt sich die Biene auf die Hand des Knaben und sticht ihn. Der Knabe fühlt den Stachel der Biene, schreit, lässt den Stein fallen, und die Nachtigall fliegt fort.

Moral der Geschicht:

Gutes bringt Gutes hervor und wird mit Gutem vergolten.

Die Grille und die Ameise

Eine Ameise bringt im Sommer viel Korn in ihr Haus, denn sie will auch im Winter essen. An einem schönen Wintertage trägt sie das Korn aus dem Hause und legt es an die Sonne. Da kommt eine Grille zu ihr und sagt:„Ich bin hungrig. Gib mir ein wenig von deinem Korn. Ich sterbe vor Hunger, wenn ich nicht esse.“ Die Ameise ist erstaunt und fragt die Grille:„Bist du krank, liebe Freundin?“ „Nein“, antwortet die Grille, „ich bin nicht krank, ich bin gesund und stark.“ Nun ist die Ameise noch erstaunter und sagt:„Du bist nicht krank, du bist gesund und stark und stirbst vor Hunger? Wie kann das sein? Arbeitest du nicht? Was machst du im Sommer, wenn das Korn im Überfluss wächst?“ „Im Sommer habe ich keine Zeit zu arbeiten. Im Sommer muss ich singen.“ „Im Sommer musst du singen?“, lacht die Ameise, „nun, dann musst du im Winter tanzen. Tanze also!“

Moral der Geschicht:

Wer sich nicht zu rechter Zeit vorbereitet auf schwere Zeiten, der wird Not leiden.

Die durstige Krähe

Eine Krähe hat großen Durst. Sie findet eine Flasche mit Wasser. Sie versucht, zu trinken, aber ihr Schnabel ist viel zu kurz. Nun versucht sie, die Flasche auf die Erde zu legen, aber sie kann es nicht, denn die Flasche ist zu schwer. „Was kann ich tun?“, denkt die Krähe. „Ich muss trinken, oder ich sterbe vor Durst. Mein Schnabel ist zu kurz. Aber trinken muss ich.“ Wieder und wieder versucht die Krähe, zu trinken. „Nein, so geht es nicht. Ich muss etwas anderes versuchen“, merkt die Krähe und sie hört auf, nach dem Wasser zu greifen, setzt sich ruhig vor die Flasche. Nach einer Weile kommt ihr ein Gedanke: Vor ihr liegt ein kleiner Stein. Sie lässt den Stein in die Flasche fallen. Das Wasser steigt ein wenig höher. Sie sucht und sucht und findet viele kleine Steine und lässt sie alle in die Flasche fallen. Das Wasser steigt und steigt. Endlich ist der Schnabel nicht mehr zu kurz. Sie kann jetzt trinken, so viel sie will.

Moral der Geschicht:

Bedenke in Ruhe, was zu tun ist.

Der Hund und das Fleisch

Ein Hund geht in die Küche seines Herrn und klaut ein Stück Fleisch. Aus Angst, man möge ihn entdecken, läuft er schnell durch den Garten über das Feld, und endlich kommt er an einen Fluss. Da sieht er auf einmal im Wasser sein eigenes Spiegelbild. Er sieht einen Hund mit einem Stück Fleisch zwischen den Zähnen und denkt sich:„Dieser Hund dort ist alt und schwach; wundervoll ist aber sein Fleisch, besser als meins. Ich kann es ihm doch nehmen, denn er ist nicht kräftig. Dann habe ich zwei dicke, saftige Fleischstücke und kann mich heute gut satt essen.“ Er springt in den Fluss, um das Fleisch zu holen und verliert dabei sein Fleisch. Triefend nass kann er sich im letzten Moment an Land retten, fast wäre er ertrunken, denn die Strömung war sehr stark. Hungrig und nass kehrt er dann nach Hause zurück. So ist das Leben. Manchmal muss man hartes Lehrgeld zahlen, um zur Vernunft zu kommen.

Moral der Geschicht:

Diebstahl bringt dir nur Angst und Schande. Angst ist außerdem kein guter Ratgeber. So führt Schlechtes zu Schlechtem. Weiterhin ist Gier auch kein guter Ratgeber.

Der Wolf und der Fuchs

Der Wolf und der Fuchs gehen miteinander durch den Wald. Da sagt der Wolf: „Rotfuchs gib mir etwas zu fressen oder ich fresse dich!“ Der Fuchs antwortet: „Ich kenne einen Bauern, und dieser Bauer hat zwei Lämmlein in seinem Garten. Wenn du willst, holen wir uns eins.“ „Gewiss“, sagt der Wolf, „es ist mir recht.“ Sie gehen also miteinander zum Garten des Bauern. Der Fuchs schleicht leise und langsam um den Garten herum und holt endlich eines der beiden Lämmlein. Er bringt es dem Wolf und sagt:„Hier hast du etwas zu fressen“, und läuft fort. Der Wolf frisst das Lämmlein, aber er ist noch lange hungrig, denn der Wolf ist immer hungrig. Er geht zurück in den Garten und will das andere der beiden Lämmlein auch holen. Das andere fängt aber an zu schreien. Die Bauern des Dorfes kommen mit schweren Stöcken und schlagen den Wolf so weich wie Butter. Am nächsten Tage gehen der Wolf und der Fuchs wieder miteinander durch den Wald. Da sagt der hungrige Wolf wieder:„Rotfuchs, gib mir etwas zu fressen, oder ich fresse dich!“ Der Fuchs antwortet:„Ich kenne ein Haus, da bäckt wie Bäuerin jeden Abend Pfannkuchen, und die Frau ist eine gute Bäckerin. Wenn du willst, können wir uns einige Pfannkuchen holen.“ „Gewiss, es ist mir recht“, sagt der Wolf, und beide laufen miteinander zum Haus. Der Wolf läuft in die Küche, frisst die guten Pfannkuchen schnell auf und ist immer noch hungrig. Er läuft wieder in die Küche und versucht, noch einige Pfannkuchen zu nehmen. Aber der Teller fällt vom Tisch herab auf die Erde. Die Bäuerin kommt und ruft ihren Mann. Der Mann ruft die Bauern des Dorfes, und die Bauern kommen mit schweren Stöcken aus dem Dorf und schlagen den Wolf butterweich. Am nächsten Tage gehen der Wolf und der Fuchs wieder miteinander durch den Wald. Da sagt der Wolf zu dem Fuchs:„Rotfuchs, gib mir etwas zu fressen oder ich fresse dich!“ Der Fuchs antwortet:„Ich kenne einen reichen Bauern. Dieser Bauer hat viel gutes Fleisch im Keller. Wenn du willst, können wir in den Keller gehen und fressen, so viel wir wollen.“ „Gewiss es ist mir recht!“, sagt der Wolf, und beide gehen miteinander zum Haus des Bauern. Der Fuchs zeigt dem Wolf den Weg in den Keller. Da ist mehr Fleisch, als beide in einer Woche fressen können. Der Wolf frisst schnell und viel. Er wird dicker und dicker, fetter und fetter, runder und runder. Der Fuchs frisst auch, aber von Zeit zu Zeit läuft er an das Kellerloch und springt aus dem Keller in den Garten. Er will gucken, ob er noch durch das Loch springen kann. Der Wolf fragt:„Warum springst du immer hin und her, und immer wieder hin und her?“ „Ich will sehen, ob jemand kommt“, antwortet der Fuchs, „darum springe ich immer wieder hin und her.“ Der Wolf sagt:„Niemand kommt, niemand kommt, bis ich fertig bin und ich bin nicht fertig, bis kein Fleisch mehr da ist.“ Aber der Bauer hört den Fuchs hin und her springen und kommt in den Keller. Als der Fuchs aber den Bauern sieht, springt er schnell aus dem Kellerloch in den Garten und entflieht. Dann versucht der Wolf, ebenfalls durch das Loch zu springen. Oh Weh! Das klappt nicht. Er ist zu dick und zu fett dafür. Die Bauern des Dorfes kommen, und am Ende stirbt der Wolf unter den schweren Stöcken der Bauern und unter den scharfen Zähnen der Hunde. Niemand aber freut sich mehr als der Fuchs, denn der Wolf kann nicht mehr zu ihm sagen:„Rotfuchs gibt mir etwas zu fressen, oder ich fresse dich.“

Der Fuchs und der Rabe

Ein Rabe findet ein Stück Käse. Er fliegt mit dem Käse auf einen Baum, um es zu fressen. Ein Fuchs sieht ihn und denkt bei sich:„Ein wundervolles Stück Käse und ein dummer Rabe. Der Käse ist mein.“ Dann geht er unter den Baum, um den Käse zu bekommen. Er ruft laut:„Rabe, du wundervoller Vogel! Deine Federn sind so schön wie der Morgen. Dein schöner Kopf ist schöner und klüger als der Kopf aller anderen Tiere. Deine Stimme ist besser, lauter und schöner als die Stimme der Nachtigall. Du bist der König aller Vögel im ganzen Walde. Du bist der König aller Vögel in der ganzen Welt.“ Der Rabe freut sich über die Worte des Fuchses. Er ist glücklich und will dem Fuchs seine schöne Stimme zeigen. Er beginnt, zu schreien. Da fällt der Käse aus seinem Schnabel zur Erde. Der Fuchs frisst das Stück Käse mit gutem Appetit und ruft dann:„Rabe, deine Federn sind schwarz, dein Kopf ist leer, leer wie dein Schnabel ohne den Käse. Du bist der dümmste aller Vögel im ganzen Walde, der dümmste aller Vögel in der ganzen Welt. Und deine Stimme? Du singst nicht wie die Nachtigall. Du schreist, wie alle Raben schreien. Gute Nacht!“

Der Fuchs und der Bock

Ein Fuchs und ein Bock haben großen Durst. Sie kommen an einen Brunnen, und beide springen hinab, um zu trinken. Bald sind sie nicht mehr durstig. „Wie kommen wir nun aus dem Brunnen hinaus?“, fragt der Bock. „Das ist sehr leicht“, antwortet der Fuchs. „Stelle dich an die Mauer des Brunnens. Ich springe dann auf deinen Rücken, von deinem Rücken springe ich auf deinen Kopf und von deinem Kopf hinaus auf die Erde. Dann gebe ich dir die Hand und ziehe dich aus dem Brunnen heraus.“ Der Bock stellt sich an die Mauer des Brunnens. Der Fuchs springt auf seinen Rücken, von seinem Rücken springt er auf den Kopf und von dem Kopf hinaus auf die Erde. „Nun gib mir deine Hand und ziehe mich aus dem Brunnen heraus“, ruft der Bock. „Jeder für sich selbst, Gott für uns alle!“, ruft der Fuchs. „Du hast viel Haar in deinem Barte, aber wenig Weisheit in deinem Kopf.“

Der Wolf und der Hund

Ein hungriger Wolf kommt zu einem alten Hunde und sagt:„Guter Freund, ich kann vor Hunger nicht schlafen. Du aber bist dick und fett. Wo bekommst du dein Essen? Wo wohnst Du?“ „Ich bin der Diener meines Herrn“, antwortet der Hund. „Ich diene meinem Herren, ich bewache das Haus meines Herrn. Darum gibt mein Herr mir so viel zu essen, wie ich wünsche.“ Da sagt der Wolf: „Ich lebe sehr schlecht. Tag und Nacht laufe ich durch Wald und Feld und finde nichts zu essen für meine Frau und meine Kinder. Ich kann nicht länger so leben. Meine Frau und Kinder sterben vor Hunger, darum will ich ein Diener der Menschen werden und ihre Häuser bewachen.“ Der Hund und der Wolf laufen zusammen durch den Wald zu dem Hause des Hundes. Auf einmal sieht der Wolf den Hals des Hundes. Er ist erstaunt und sagt:„Ich sehe, dein Hals ist ohne Haar. Haben alle Hunde Hälse ohne Haar?“ „Nein“, antwortet der Hund, „nicht alle Hunde. Ich trage am Tage eine Kette. Während des Tages liege ich an einer Kette vor dem Hause meines Herrn. Die Kette ist aus Eisen, und Eisen ist hart. Darum habe ich kein Haar an meinem Halse. Aber bei Nacht bin ich frei. Während der Nacht laufe ich, wohin ich wünsche.“ „Lieber Bruder“, sagt der Wolf zu dem Hunde, „der Hunger ist hart, aber die Kette ist härter. Ich trage keine Kette und werde nie eine tragen. Lieber sterbe ich mit meiner Frau und meinen Kindern vor Hunger. Lauf allein zurück zu deinem Herrn. Es ist besser, hungrig zu sein als Fett; es ist besser frei zu sein, als eine Kette zu tragen. Lebewohl!“

Die Stadtmaus und die Feldmaus

Eine Stadtmaus geht an einem schönen Morgen über ein Feld. Dort trifft sie eine arme kleine Feldmaus und sagt zu ihr: „Was für eine Maus bist du? Was für eine Maus ich bin?“, antwortet die kleine Feldmaus sehr erstaunt. „Jedes Kind trifft mich und kennt mich und du kennst mich nicht? Ich bin eine Feldmaus!“ „Gut, dass ich dich treffe und dass ich dich jetzt kenne. Aber warum bist du eine Feldmaus? Warum wohnst du auf dem Felde und nicht in der Stadt? Ich wohne in einem wunderschönen Haus in der Stadt. Das Haus gehört mir, die Küche gehört mir, und alle Milch und alles Brot in der Küche gehört mir. Komm mit mir. Wir wollen gute Freunde sein.“ Die Feldmaus folgt ihrer neuen Freundin in ein schönes, großes Haus in der Stadt. Sie folgt der Stadtmaus in die Küche und findet dort Brot und Milch genug für viele Tage. „Nun iss und sei froh, denn Brot und Milch essen und trinken wir von jetzt an jeden Tag; nimmm! Das Haus gehört dir.“ In diesem Augenblick kommt die Köchin in die Küche. Die Mäuse fürchten sich und laufen fort. Die Stadtmaus kennt das Haus und findet sogleich ihr Loch in einer Wand der Küche. Die arme Feldmaus aber kennt die Küche nicht. Sie kann ihrer Freundin nicht folgen. Sie läuft von der einen Wand an die andere Wand, von der einen Ecke in die andere Ecke. „Schon muss ich sterben“, denkt sie. Aber die Köchin fürchtet sich auch. Sie hebt die Hände über den Kopf, schreit laut und läuft aus der Küche. Im nächsten Augenblick kommt die Stadtmaus wieder aus ihrem Loch heraus und sagt: „Jetzt essen wir weiter. Iss und sei froh. Das Mädchen kommt nicht zurück, denn sie fürchtet sich vor mir.“
„Das Mädchen fürchtet sich vor dir?“, antwortet die Feldmaus. „Warum läufst du denn sogleich in dein Loch, wenn sie sich vor dir fürchtet? Nein, liebe Freundin, du bleibst in deinem Loch. Ich aber gehe jetzt sogleich zurück auf mein Feld und bleibe dort. Mir gehört das ganze Feld; Dir gehört nichts als ein kleines Loch in der Wand.“

Der alte Hund

Ein alter Hund jagt mit seinem Herren auf dem Felde nach Wildschweinen. Nach vielen Stunden sehen Sie endlich ein Wildschwein. Der Hund nimmt es bei den Ohren, aber er kann das Ohr des Wildschweins nicht zwischen den Zähnen halten, denn er ist zu alt und zu schwach. Der Jäger wird böse und will ihn töten. Da sagt der Hund zu dem Jäger:„Herr warum willst du mich töten? Seit zehn Jahren diene ich dir, und nun willst du mich töten. Vergisst du meine Arbeit der letzten zehn Jahre? Willst du mich töten, weil ich alt bin? Vergiss, was ich bin, und denke an das, was ich war.“

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