Nomen und Numerus - Wie bildet man den Plural? - Pluralbildung der deutschen Sprache - das Nomen und seine Deklination
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Synopsis: Dies ist der 2. Abschnitt meines Buches Eine Wesentliche Grammatik, der sich mit der Pluralbildung beschäftigt. Wir greifen die Kasus noch einmal auf und stellen diese in einer Übersicht für Singular und Plural dar. Wenn du diese Pluralklassen auswendig lernst, hast du nie wieder Probleme mit den Kasus und deutschen Nomen und du besitzt das Rüstzeug für die kompliziertere Grammatik.

Keywords: Nomen, Numerus, Plural, Pluralbildung, Deklination, unbestimmter Artikel, bestimmter Artikel, Was ist das, Klasse, unbestimmte Menge, Mengenbegriff, Kasus, Singular, Kasus Plural
Erstpublikation:
Aktualisiert und für Html adaptiert:
Sprache: de (Deutsch)

Nomen und Numerus

Bestimmte und unbestimmte Nomen - bestimmte und unbestimmte Artikel - Was ist das?

Wie berichte ich über etwas? Ich kann etwas als einmalig betrachten oder ganz allgemein. Z.B. kann ich in einen bestimmten Baum meinen Namen einritzen und mich verewigen. Dann spreche ich von dem Baum. Ich stehe vielleicht direkt daneben und kann den Baum berühren. Oder ich spreche allgemein von Bäumen. Das ist dann die Klasse Baum. In Biologie lernen wir, dass Bäume Wasser brauchen, wir lernen, wie sie Wasser in ihre Blätter leiten und von ihrer Unterteilung in Laubbäume und Nadelbäume. Wir sprechen von einer Gruppe Bäume (ein Wald). Wir nennen das auch eine Klasse, da wir nicht von einem bestimmten Baum reden, sondern von Bäumen im Allgemeinen. Alle Bäume benötigen z.B. Wurzeln, um sich mit Wasser zu versorgen. Wir denken dabei alle an einen Baum mit grünen Blättern, vermutlich eine Eiche. Hast du etwa an einen Baum mit roten Blättern gedacht? Die gibt es jedenfalls auch. Sprachlich gesehen benutzen wir Artikel, um diesen Zusammenhang anderen mitzuteilen. Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Baum, der einmalige Baum, und ein Baum. Artikel sind wie eine Lupe, durch die wir die Welt betrachten. Sprache ist ein Instrument, mit dem wir etwas aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können:

  • das Fahrrad (ich kenne es)
  • mein Fahrrad (ich kenne es, es ist meins)
  • ein Fahrrad (irgendein Fahrrad, ich sehe es zum ersten Mal)

Da sie die Beziehung des Sprechers (die Nähe, die Ferne) bezeichnen, schließen sie sich größtenteils aus (nicht: ein das Fahrrad). Etwas kann nicht nah und fern zugleich sein. Der Artikel „ein“ markiert eine Klasse. Hier ist etwas Teil einer Gruppe von Objekten, die alle dieselben Eigenschaften haben.

Beispiel ein Lehrer:

1. Alle Lehrer besitzen Wissen.
2. Sie geben es an ihre Schüler weiter.
3. Sie sind Menschen.

Die Artikel „der“, „mein“, „dein“ usw. bezeichnen das bestimmte Objekt einer Klasse.

Beispiel der Lehrer/mein Lehrer:

1. Dieser bestimmte Lehrer ist heute gut gelaunt.
2. Mein Lehrer hat einen langen Bart
3. und fährt in einer grünen Hose in einem grünen Auto zur Schule.

Der unbestimmte Artikel „ein, eine, ein“ kann benutzt werden für zählbare Objekte wie zum Beispiel einen Lehrer, ein Auto, eine Hose. Er kann nicht verwendet werden für Mengenbegriffe wie Mehl, Zucker, Hefe. Es ist falsch von „ein Zucker“ zu reden. Um hier etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und eine Menge zu bestimmen, benutzen wir Maßeinheiten wie Liter oder Kilo.

Schauen wir uns den Gegensatz von Singular und Plural an. Zählbare Gegenstände benutzen die Artikel so:

Singular Plural
der Apfel (das bestimmte Exemplar) die Äpfel (bestimmte Exemplare)
ein Apfel (ein Exemplar der Klasse) Äpfel (Exemplare der Klasse)

Der Plural von „ein“ ist der sogenannte Nullartikel „Ø“. Das bedeutet, dass vor dem Nomen Leere ist. Beispiel: Lehrer müssen immer sehr viele Klassenarbeiten korrigieren. Das ist keine Aussage über einen Lehrer, den ich kenne, sondern eine allgemeine Aussage, die für alle Lehrer gilt, eine Aussage im Allgemeinen über die Gruppe „Lehrer“. Nun wäre es aber falsch, zu behaupten, dass der „bestimmte Artikel“ „der, die, das“ immer auf bestimmte Objekte deutet.

Ein besonders deutliches Beispiel für diesen Zusammenhang ist der Ausdruck „der Mensch“. Wir benutzen diesen Ausdruck selten für einen „bestimmten“, einzelnen Menschen. Wir sagen z.B., dass „der Mensch“ gut sei und meinen die gesamte Menschheit. Der Grund ist ganz einfach, dass der Begriff „Mensch“ wie auch das Wort „Menschheit“ ohnehin Klassen sind und nicht als solche gekennzeichnet zu werden brauchen und der Übergang zwischen Klasse und Exemplar fließend ist, weil die Klasse selbst als „bestimmt“ oder „bekannt“ (alltäglich) wahrgenommen wird. Manchmal ist es so, dass es nur ein Element der Klasse gibt. Weil der unbestimmte Artikel wie z.B. in „ein Apfel“ nicht nur eine Klasse, sondern ein beliebiges Exemplar der Klasse bezeichnet, wäre es z.B. falsch von „eine Sonne“ zu sprechen, da es das einzige Exemplar der „Klasse“ Sonne ist. Es gibt keine beliebigen Sonnen, dafür aber beliebige Äpfel.

Mit Klasse meinen wir eine Gruppe von Gegenständen oder Menschen, die alle die gleichen oder viele gleiche Eigenschaften haben. Und das ist auch der Grund, warum es den Ausdruck „eine Menschheit“ nicht gibt: Er ist überflüssig, wir brauchen die Menschheit nicht als Klasse zu kennzeichnen, da sie nur eine Klasse sein kann. Es gibt nicht in allen Sprachen Artikel, und sie sind eine Bereicherung, da man mit der Bedeutung der Artikel spielerisch umgehen kann. Trotz dieser Unregelmäßigkeiten und Grenzfälle sollten wir aber dennoch Regeln notieren.

Die Bedeutung der Artikel - unbestimmter Artikel - bestimmter Artikel

„Der, die, das“ bezeichnet etwas, das real ist, etwas, das als Objekt ersichtlich ist, und einmalig. Man nennt diesen Artikel den bestimmten Artikel.

„Ein, eine, ein“ bezeichnet irgendein Objekt stellvertretend für die gesamte Klasse. Der Plural von „ein, eine, ein“ ist der Nullartikel. Diesen Artikel nennt man den unbestimmten Artikel.

I.

Objekt Klasse
Singular der Lehrer ein Lehrer
Plural die Lehrer ∅ Lehrer

Eine besondere Klasse stellen die unzählbaren Gegenstände dar:

II.

Objekt Klasse
Singular das Öl ∅ Öl
Plural - -

Vor deutschen Wörtern steht meistens ein Artikel, etwas, das für Lerner nicht immer nachvollziehbar ist. (Tabelle I. und II. sollten verinnerlicht werden.) Das ist eine sehr wichtige Sache. Es ist zu beachten: Wenn man allgemein spricht, also nicht von bestimmten Dingen, dann ist entweder „ein, eine, ein“ oder Nullartikel (Klasse) zu setzen.

Auch die besitzanzeigenden Artikel sind Objektbezogen. Sie bezeichnen also keine Klasse, sondern beziehen sich auf aktuelle Dinge im Leben des Sprechers.

Beispiele:

mein grünes Buch

mein Weg

mein Bus

mein Mann

meine Frau

Da sie Artikel sind, können sie kein Nomen ersetzen (wie Pronomen). Beispiel: Mein Buch liegt auf dem Tisch. Deins (nicht: dein) liegt in der Schublade.

mein Buch/meins    dein Buch/deins
meine Frau/meine   deine Frau/deine
mein Mann/meiner   dein Mann/deiner

Nun wollen wir uns ansehen, wie man im Deutschen den Plural bildet.

Grundlagen der Formenlehre:

„Flektierbar“ bedeutet, dass die Wörter sich verändern können. (Veränderliche, z.B. schön, schöner, schönen, schönem usw.) „Unflektierbar“ bedeutet, dass die Wörter sich nicht verändern. (Unveränderliche, z.B. in, an, auf, etwa, schon, und, weil usw. Flektieren nennt man auch Beugen.) Früher war es so, dass die Artikel eine geringe Rolle gespielt haben. Da sie aber Kasus markieren, haben sie im Neuhochdeutschen an Bedeutung gewonnen.
I. Flektierbar: Artikel (der, ein, dieser, jener)
Nomen (der Tag, der Fisch, der Pilz, der Stern)
Adjektive (schön, fein)
Pronomen (ich, du, er, sie, es)
Verben (lachen, springen, spielen)
II. Unflektierbar:
Adverbien (gestern, da, dort)
Präpositionen (in, an, auf, über, unter)
Konjunktionen/Subjunktionen (und, weil)
Partikeln (nur, schon, etwa, so)
Zum Merken:
Einzahl, Latein: Singular
Mehrzahl, Latein: Plural
Geschlecht, Latein: Genus
Zahl, Anzahl, Latein: Numerus, (ob Singular oder Plural)
Infinitiv: die Grundform eines Verbs, z.B. „lachen“
Artikelgruppe: der, männlich oder Maskulinum
Plural von Maskulinum: Maskulina
Artikelgruppe: die, weiblich oder Femininum
Plural von Femininum: Feminina
Artikelgruppe: das, sächlich oder Neutrum
Plural von Neutrum: Neutra

was ist ein Nomen?

Nomen sind gegenständlich. Sie beinhalten im Gegensatz zu den Verben (Zeitwörter) keine chronologische Zeit. Beachte z.B. den Unterschied zwischen „die Ladung“ und „laden“. Auch Verben, die durch einen Artikel zu Nomen werden (z.B. das Lachen), verlieren die Bedeutung „Zeitspanne“. Es wird kein Zeitraum mit diesen Nomen bezeichnet. „Das Lachen“ z.B. bezieht sich auf den auditiven Reiz, nicht auf die Handlung. Bei Nomen, die man nur verbal (als zeitliches Geschehen) begreifen kann, rückt ein Ausschnitt dieser Handlung in den Fokus der Abstraktion, d.h. Zeit spielt eine untergeordnete Rolle. Oft ist das Resultat eines Geschehens mit einem Verbalnomen bezeichnet. Vergleiche:

Der Abschluss meiner Hausarbeit rückt nahe.

Das Schreiben eines Buchs ist ein sehr anstrengender Prozess.

DIE DEKLINATION DER NOMEN

1.1 Plural/Singular mit -en: „der Affe“

der Affe Nominativ Singular
den Affen Akkusativ Singular
dem Affen Dativ Singular
des Affen Genitiv Singular
die Affen Nominativ Plural
die Affen Akkusativ Plural
den Affen Dativ Plural
der Affen Genitiv Plural

1.2 Im Singular gleichbleibend, im Plural -en: „die Frau“

die Frau Nominativ Singular
die Frau Akkusativ Singular
der Frau Dativ Singular
der Frau Genitiv Singular
die Frauen Nominativ Plural
die Frauen Akkusativ Plural
den Frauen Dativ Plural
der Frauen Genitiv Plural

1.3 Im Singular mit Genitiv-s, im Plural -en: „der See“

der See Nominativ Singular
den See Akkusativ Singular
dem See Dativ Singular
des Sees Genitiv Singular
die Seen Nominativ Plural
die Seen Akkusativ Plural
den Seen Dativ Plural
der Seen Genitiv Plural

Weitere zu 1.3:

Maskulina: der See, der Dorn, der Bauer, der Mast, der Stachel, der Schmerz

Neutra: das Leid, das Hemd, das Bett, das Auge, das Ohr, das Herz

Nach -el, -er fällt das e weg: die Insel, die Nessel, die Feder, die Ader, die Feier, die Leier, die Mauer, die Steuer usw. Sie heißen im Plural: die Inseln, die Nesseln, die Federn, die Adern, die Feiern, die Leiern, die Mauern, die Steuern.

Sonderformen von „Das Herz“

das Herz Nominativ Singular
das Herz Akkusativ Singular
dem Herz(en) Dativ Singular
des Herzens Genitiv Singular
die Herzen Nominativ Plural
die Herzen Akkusativ Plural
den Herzen Dativ Plural
der Herzen Genitiv Plural

Zu 1.1: Das ist eine sehr wichtige Klasse. Es sind vor allem einige wichtige Nomen, die so dekliniert werden. Prominente Beispiele sind der Bär, der Mensch, der Doktorand u.v.a. Es heißt also z.B.: Er braucht den Bären zum Einschlafen. Nicht mehr ganz so oft hört man das Wort Menschen im Singular. Wie der Genitiv scheint auch die N-Deklination zu verblassen. Zu 1.2: Das ist ebenfalls eine der Hauptklassen mit Feminina.

Weitere zu. 1.1:

der Affe der Barde der Bote der Bube
der Bürge der Buhle der Drache der Erbe
der Falke der Fink der Gatte der Heide
der Held der Hirte der Junge der Knabe
der Knappe der Laie der Löwe der Neffe
der Rabe der Riese der Rüde der Schütze
der Waise der Zeuge der Poet der Mensch
der Statist der Bär

Weitere zu. 1.2:

die Amme die Arbeit die Bahre die Beere
die Bitte die Blume die Bude die Brücke
die Decke die Ehre die Eiche die Eile
die Kerze die Eule die Feige die Frage
die Fichte die Fliege die Furche die Gabe
die Galle die Henne die Halle die Klage
die Klaue die Krone die Linde die Mühle
die Nase die Nichte die Note die Pfeife

2.1 Plural mit -e

Genitiv-s im Singular, Dativ-n im Plural: „der Knecht“

der Knecht Nominativ Singular
den Knecht Akkusativ Singular
dem Knecht Dativ Singular
des Knechts Genitiv Singular
die Knechte Nominativ Plural
die Knechte Akkusativ Plural
den Knechten Dativ Plural
der Knechte Genitiv Plural

„der Baum“ (mit Umlaut)

der Baum Nominativ Singular
den Baum Akkusativ Singular
dem Baum Dativ Singular
des Baumes Genitiv Singular
die Bäume Nominativ Plural
die Bäume Akkusativ Plural
den Bäumen Dativ Plural
der Bäume Genitiv Plural

2.2 Plural mit -e (im Singular ohne Genitiv-s)

Singular gleichbleibend, Dativ-n im Plural: „die Nuss“

die Nuss Nominativ Singular
die Nuss Akkusativ Singular
der Nuss Dativ Singular
der Nuss Genitiv Singular
die Nüsse Nominativ Plural
die Nüsse Akkusativ Plural
den Nüssen Dativ Plural
der Nüsse Genitiv Plural

Zu 2.1 und 2.2: Hauptklassen des Deutschen, da Sie laut Jakob Grimm am meisten Aussagekraft aufweisen. Bei Grimm die sogenannte „starke“ Deklination. Deklination ist die Beugung von Nomen. (Konjugation ist die Beugung von Verben.)

Weitere zu 2.1:

der Aal der Arm der Berg der Blitz
der Brief der Dieb der Dolch der Feind
der Fisch der Freund der Hengst der Herd
der Hirsch der Hund der Kern der Krebs
der Krieg der Laut das Jahr das Knie
das Bein das Boot das Blei das Ding
das Meer das Recht das Rohr das Schwein
das Seil das Spiel das Tier das Schiff

Weitere zu 2.2.:

die Angst die Bank die Braut die Brust
die Faust die Gans die Gruft die Hand
die Haut die Kraft die Kuh die Kunst
die Laus die Luft die Lust die Macht
die Magd die Maus die Nacht die Naht
die Not die Nuss die Sau die Schnur
die Wand die Wurst

3. Plural auf -er

Singular mit Genitiv-s, Dativ-n im Plural: „das Kind“

das Kind Nominativ Singular
das Kind Akkusativ Singular
dem Kind Dativ Singular
des Kindes Genitiv Singular
die Kinder Nominativ Plural
die Kinder Akkusativ Plural
den Kindern Dativ Plural
der Kinder Genitiv Plural

Weitere zu 3.:

das Amt das Bad das Band das Bild
das Blatt das Brett das Buch das Dach
das Ding das Dorf das Ei das Fach
das Fass das Feld das Geld das Glas
das Glied das Grab das Gras das Gut
das Haupt das Haus das Holz das Horn
das Huhn das Kleid das Korn das Kraut
das Lamm das Land das Licht das Lied
das Loch das Maul das Nest das Rad
das Rind das Schild das Schloss das Schwert
das Tal das Tuch das Volk das Weib
das Wort

4.1 Plural wie Singular

Genitiv-s im Singular: „der Garten“

der Garten Nominativ Singular
den Garten Akkusativ Singular
dem Garten Dativ Singular
des Gartens Genitiv Singular
die Gärten Nominativ Plural
die Gärten Akkusativ Plural
den Gärten Dativ Plural
der Gärten Genitiv Plural

4.2 Plural wie Singular (mit Dativ-n im Plural)

Genitiv-s im Singular: „der Adler“

der Adler Nominativ Singular
den Adler Akkusativ Singular
dem Adler Dativ Singular
des Adlers Genitiv Singular
die Adler Nominativ Plural
die Adler Akkusativ Plural
den Adlern Dativ Plural
der Adler Genitiv Plural

Zu 4.1:

der Balken der Bissen der Bogen der Braten
der Brunnen der Daumen der Felsen der Galgen
der Garten der Haufen der Haken der Kragen
der Kuchen der Magen der Schlitten der Schaden
der Spaten der Tropfen

Zu 4.2:

der Adler der Kater der Vater der Eber
der Bruder der Bengel der Engel der Nagel
der Stengel der Apfel der Stapel

„Vater“ wird im Plural umgelautet (die Väter, den Vätern).

5. Fremdwörter mit Plural-s

Genitiv-s im Singular, ohne Dativ-n im Plural: „das Baby“

das Baby Nominativ Singular
das Baby Akkusativ Singular
dem Baby Dativ Singular
des Babys Genitiv Singular
die Babys Nominativ Plural
die Babys Akkusativ Plural
den Babys Dativ Plural
der Babys Genitiv Plural

„die Mutter“

die Mutter Nominativ Singular
die Mutter Akkusativ Singular
der Mutter Dativ Singular
der Mutter Genitiv Singular
die Mütter Nominativ Plural
die Mütter Akkusativ Plural
den Müttern Dativ Plural
der Mütter Genitiv Plural

Du wunderst dich über die Reihenfolge, die ich gewählt habe? Ich denke, die Kasus kannst du darstellen, wie du willst. Du kannst auch die Reihenfolge „Genitiv, Akkusativ, Dativ, Nominativ“ wählen. Ich möchte dir an dieser Stelle noch einen Lerntipp geben. Am besten lernst du, wenn du dir das Material noch einmal so anordnest, wie du es gerne sehen würdest. So kann sich dein Gehirn das Material besser merken. Wir lernen nicht nur intellektuell (durch Denken), sondern auch auditiv (durch Hören) und visuell (durch Sehen). Daher bin ich nicht der Nummerierung der Kasus gefolgt. Was bringt der Name „vierter Fall“? Kann ich mir etwas darunter vorstellen? Wenn nicht, dann hat die Nummerierung auch keinen Wert. Ich hätte es auch durchnummerieren können, da für mich die Reihenfolge „Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv“ eine Art Rangfolge darstellt. Aber ich weiß, dass das ein anderer Mensch anders wahrnimmt. Man sollte hier nicht auf der Reihenfolge „herumreiten“. Wissen sammeln kann jeder. Schreibe dir also den Inhalt in dein Heft, so wie du es für richtig hältst. Erforsche selber die Zusammenhänge, ich bin mir sicher, du wirst so auch selber Neues entdecken. Sei ein Forscher, spiele mit dem Wissen, drehe es auf den Kopf. Vor allem hinterfrage es. So wirst du Neues entdecken, nicht durch gebetsmühlenartige Wiederholung.

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